Eigenschaften einer Erfolg versprechenden Aufgabe

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Sicher gibt es weitere Unterscheidungen, aber erst einmal sollte klar werden, ob die Aufgabe zum Selbstentdecken oder zum Üben oder Vertiefen gedacht ist. Die Aufgabe soll also ein klares Ziel für Lehrer und Lerner haben, auch im Bezug auf den ganzen Kurs, also wie die Aufgabe in der gesamten Entwicklung zu verstehen ist. Darüber hinaus sollen die Anweisungen deutlich formuliert werden, so dass die Lerner genau wissen, was sie machen sollen, wie und gegebenenfalls auch wann oder bis wann. Und die Aufgabe soll natürlich im Rahmen der gegebenen technischen und zeitlichen Bedingungen machbar sein.

Zum Erfolg einer Aufgabe ist aber die Motivation der Lerner am Wichtigsten. Um diese zu gewährleisten kann ich mir zwei entscheidende Kriterien vorstellen:

  • Alter: die Aufgabe soll dem Alter der Lerner angemessen sein. Inhalte und Medium sollen daher genau ausgewählt werden.
  • Sprachniveau: die Aufgabe soll weder zu schwierig noch zu einfach sein. Sie muss herausfordernd sein, aber nicht so schwer, dass der Lerner sich überfordert fühlt und das Interesse verliert.

Durch weitere Faktoren könnte man die Motivation der Lerner fördern:

  • Persönlichen Bezug: ein Bezug zu der eigenen Erfahrungen, an der die Lerner anküpfen können, kann ihnen helfen, sich in der Fremsprache zu äussern.
  • Überraschungsfaktor: Neues, Fremdes den Lernern offenbaren, sogar für sie schockierende Aspekte der anderen Kultur. Das kann bestimmt die Aufmerksamkeit wecken und zum Erfolg führen.
  • Humor: das ist ohne Zweifel mit Sorgfalt zu behandeln. weil Humor so kulturell geprägt ist. Trotzdem kann ich mir auch gut vorstellen, dass lustige Motive auch das Interesse der Lerner erwecken können.

Fällt Ihnen noch was ein?

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Alte Fragen zu Blogs neu gestellt

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In der 1. Woche habe ich eine Idee bezüglich Blogs präsentiert und Fragen dazu gestellt (siehe Forum Woche 1 -> Kommentare zu 4 online Hilfsmitteln). Da wir uns diese Woche mit Blogs beschäftigt haben, erlaube ich es mir, meinen Beitrag zu aktualisieren und in meinem Blog darzustellen. Vielleicht hat jemand Lust, darauf mit seiner Meinung zu reagieren.

Ich habe folgende Idee gehabt, vielleicht könnt ihr mir sagen, wie ihr sie findet und zu meinen noch offenen Fragen etwas sagen. Ich werde (wenn alles gut geht) im September einen Intensivsprachkurs für deutsche Studenen in Granada geben. Die Erfahrung habe ich schon letztes Jahr gemacht und es war sehr schön. Auch sehr anstrengend muss ich sagen, aber nach einem Monat intensives Lernen und Erleben waren alle sehr zufrieden. Dieses Jahr wollte ich den Studenten vorschlagen, einen Blog zu erstellen und jeden Tag einen Beitrag zu schreiben. Ich weiss noch nicht, ob ich jeden Tag eine konkrete Aufgabe erteilen soll, oder den Blog lieber als eine Art Tagebuch konzipieren soll, so dass jeder schreiben kann, was er will. Was mir ein bisschen Angst macht, ist dass ich mich dadurch verzettele, weil ich dann jeden Tag eine Menge Blogs verfolgen muss. Und wie soll ich wieder dort mit den Korrekturen umgehen? Soll ich sie korrigieren, oder den Studenten in Ruhe kommunizieren lassen? Eine andere Möglichkeit wäre, nur einen gemeinsamen Blog für die ganze Klasse zu haben, wo alle ihre Beiträge schreiben können. Aber cih bin mir nicht sicher, wie ich das organiserien kann.

Wie ihr sieht, ist bei mir noch alles ein bisschen unklar. Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Die Welt der Blogs

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Ich möchte im Folgenden vier Blogs kommentieren, die ich verfolge:

  • den Blog von einem Freund: Viaje alrededor de uno mismo,
  • einen Blog, der mich inhaltlich persönlich interessiert: El Blog de Loretahur
  • einen Blog der sich mit dem Spracherwerb aus der Perspektive der Dozenten beschäftigt und sich auf Web 2.0, Konnektivismus und ELE (Spanisch als Fremdsprache) konzentriert: Blog Nodos ELE
  • und einen Blog von einer Spanischlernerin, die Aktivitäten mit Videos vorschlägt: De cine

Vom Viaje alrededor de uno mismo mag ich alles, nur nicht, dass mein Freund nicht so regelmässig schreibt. Er hat eine sehr komische und schöne Art und Weise, die Wirklichkeit zu kommentieren. In seinem Blog findet man lauter kurzen Geschichten, die einem zum Lachen und/oder Nachdenken bringen.

Den Blog de Loretahur habe ich gefunden, als ich nach einem spanischen Wiki gesucht habe. Loretahur ist Informatikerin und arbeitet als Spezialistin für web 2.0, ICT und soziale Netzwerke an einer spanischen Universität. Darüberhinaus ist sie Softwareentwickler bei Nirelandia , wo unter anderem Nirewiki entwickelt wurde. Letztendlich habe ich mich nicht für Nirewiki entschieden, aber ihre Art Technisches und Soziales zu erklären hat mich von Anfang an begeistert. Seitdem verfolge ich regelmässig ihre Beiträge und freue mich besonders über ihre Präsentationen, die sehr interessant, prägnant,lustig und bunt sind.

Die Initiatoren von Blog Nodos ELE sind Spanischlehrer und Dozenten, die für ein neues Lern- und Lehrmodel in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts plädieren. 2007 erklärten sie sich als Anhänger des Konstruktivismus. 2009  veröffentlichen sie ein neues Manifest, das sie „Manifiesto conectivista“ betiteln. Sie folgen also die konnektivistischen Ideen von G. Siemens und S. Downes. Mehr zum Konnektivismus findet ihr z. B. hier . Was diese Bloggers schreiben sind immer sehr interessante aber auch sehr umstritene Beiträge. Ich kann noch nicht sagen, dass mich ihre Ideen überzeugen, aber sie bringen mich dazu, bestimmte Sachen in Frage zu stellen und kritisch zu bleiben. Das gefällt mir! Mir gefällt aber nicht, dass sie oft sehr harte Kritik üben, aber keine deutliche Alternativen nennen. Ihre Prinzipien sind klar, aber wie sie diese in der Praxis anwenden habe ich noch nicht begriffen.

De Cine (das ist ein Wortspiel, es heißt gleichzeigt „über kino“ aber auch „ausgezeichnet“) gefällt mir, weil ich dort Aktivitäten mit Videos finden kann, die für den Spanischunterricht bestimmt sind. Und oft sind sie mit spanischen Untertiteln versorgt! Der Blog ist also für die Lehrer gedacht und nicht für die Lerner. Das ist gerade, was ich ändern würde. Man könnte genau dasselbe machen, aber nicht pädagogische Anweisungen, sondern Hinweise für die Lerner geben. Ich glaube, das könnte gut funktionieren. Ich habe bis jetzt keinen Blog  gefunden, der direkt für Lerner gedacht wäre und mich überzeugt hätte.

Der Tag des Spanischen – Aufgabe

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Das Cervantes Institut hat zum zweiten Mal den Tag des Spanischen gefeiert und ich wollte mit meinen Studenten dabei sein. Auf der Platform El día E können Sprecher und Lerner der ganzen Welt erklären, welche ihre Liebingswörter sind und warum. Man kann einfach die Erklärung schreiben oder ein kleines Video drehen und hochladen. Ich habe mich schon letztes Jahr für die zweite Möglichkeit entschieden. Diese Woche war es wieder soweit (und deswegen habe ich ein bißchen länger gebraucht mit meinen Aufgaben), denn nächsten Samstag (19.06.) wird des wieder gefeiert. Die Videos könnt ihr alle zusammen im Vimeo-Portal sehen.

Jetzt zur kognitiven Analyse. Bei dieser Aktivität geht es prinzipiell darum, dass die Studenten ihre Freude am Spanischlernen erfrischen und dass sie einfach Spaß haben. Die Grammatik ist mir hier egal, wichtig ist dass sie teilnehmen und dass sie dabei selber merken wieviel sie schon können.

Input: das Input, das sie bekommen ist das Portal El día E, wo sie schon viele Videos anderer Lernen von der ganzen Welt sehen können. Ich geben ihnen auch ein Zettel mit ein paar technische Hinweise.

Interaktion: Die Studenten arbeiten in Gruppen. Eigentlich sollten sie sich auf Spanisch unterhalten, aber sie halten es nicht länger als einer halben Minute durch. Bei anderen Aktivitäten bestehe ich darauf, aber hier nicht. Ich gehe von Gruppe zu Gruppe und beantworte ihre Fragen, gebe neue Anregungen, wenn sie verloren sind oder kommentiere ihre entscheidungen oder Text.

Output: Das was kommt, könnt ihr selber schauen. Sie geniessen es und sogar die, die immer sehr schüchtern sind, werden in den kleinen Gruppen mutig und trauen sich vor der Kammera etwas zu sagen.

Form: Obwohl mir die grammatikalische Korrektheit in diesem Fall nicht wichtig ist, bestehen sie immer darauf, dass ich ihre Texte korrigiere. Ich sage ihnen, sie sollen frei sprechen, aber die meisten lesen ihre Sätze vor oder lernen sie auswendig. Ich kann sie gut verstehen, sie wollen sich nicht vor der Kammera blamieren. Aber das bestätigt meinen Eindruck, dass die Studenten oft mindestens so viel Wert auf Korrektheit legen wie ich selber, wenn nicht sogar mehr.

Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Susana

Onlinekommunikation aus der kognitiven Perspektive – Aufgabestellung

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In Bezug auf das Lernen von Fremdsprachen vertreten wir einen kommunikativen Ansatz, welcher die soziokulturellen Theorien ebenso wie die allgemein bekannten Spracherwerbstheorien miteinander verbindet. Die Spracherwerbsforschung verfolgt einen psycholinguistischen, kognitivistischen Ansatz und konzentriert sich darauf, was sich in den Köpfen von Lernern abspielt, wenn sie eine Sprache lernen.

Die Faktoren, um die es dabei geht, sind:

  • Input (also die Reize, Einflüsse und Informationen, denen die Lerner ausgesetzt werden)
  • Interaktion (zwischen Lernern und anderen Sprechern wie Lehrern, anderen Lernern und Muttersprachlern)
  • Output (also das, was der Lerner artikuliert)
  • Fokus auf die sprachliche Korrektheit
  • Fokus auf den Inhalt (also was wir egtl. aussagen, die Information, die wir vermitteln).

Diese Konzepte sind sowohl für den konventionellen Face-to-Face – Unterricht geeignet, als auch für das Unterrichten in einer digitalen Umgebung.

Denken Sie sich nun eine Aktivität entweder für den konventionellen oder für den Online-Unterricht aus, in der es entweder vor allem sprachliche Korrektheit oder um das Vermitten von Inhalten geht und beantworten Sie folgende Fragen:

  • Welche Art Input liefern Sie/ Ihre Lerner?
  • Wie unterstützen Sie die Interaktionen zwischen Ihren Lernern und anderen Sprechern (z.B. Ihnen selbst oder eventuell Muttersprachlern)?
  • Welche Art Output kommt von Ihren Schülern?
  • Ist Ihnen die Form (also WIE Ihre Lerner etwas sagen bzw. grammatikalische Korrektheit) genauso wichtig wie der Inhalt (also WAS Ihre Lerner sagen)?

Schreiben Sie Ihre Ideen und Kommentare in Ihren Blog.

Ich bin fast so weit…

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Jetzt habe ich das wesentliche gestaltet, nur die Inhalte fehlen noch. Ich habe mir schon einige Gedanken gemacht, aber schaffe es nicht mehr, sie noch heute zu verfassen. Morgen bin ich aber wieder da und erzähle euch von meiner Aktivität. Bis dann!

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